06162 - 9693576

Übersicht der Veredelungsarten

Hier die Beschreibung der verschiedenen Veredelungsarten im Textilbereich.


Stickerei
Beschreibung: Eine Stickerei ist die wohl edelste Art, ein Logo auf Textilien zu bringen. Dabei ist große Erfahrung und Können gefragt. Die Qualitätsunterschiede am Markt sind entsprechend groß. Der grundsätzliche Ablauf einer Stickerei ist folgendermaßen: Am Anfang muss zunächst ein Stickprogramm, das später die Maschinen steuert, erstellt werden. (Sticknebenkosten Programmherstellung). Hier kann billig oder sehr hochwertig gearbeitet werden. Bei komplexen Motiven zeigt sich, wie gut der Puncher, also der Ersteller des Stickprogramms, wirklich ist. Im Grunde gibt es vier Faktoren, von denen die Stickerei in ihrer Qualität beeinflusst wird: Die Handhabung der Stoffe mit ihren verschiedenen Ansprüchen, die Qualität der Maschinen, die Erfahrung der Stickmeister und die Qualität der Stickprogramme. Das so genannte Punchen, also die Erstellung dieses Programms, ist eine künstlerische Arbeit und entscheidet am stärksten über die Qualität der Stickerei. Die Qualität wird also durch die Fähigkeiten des Punchers, der diese sehr anspruchsvolle Arbeit leistet bestimmt.
Farbdarstellung: Bis 14 Farben in einem Logo möglich,
Vorteil: Eine Stickerei ist auch in kleinen Mengen kostengünstig machbar. Es gibt zudem keine Nebenkosten bei Nachbestellungen. Bei Polos, Mützen und Caps ist dies die einzig wirklich gute Methode der Textilveredelung. Sie hält meist länger als das Textil. Die Kosten für das Stickprogramm entfallen bei Nachbestellungen oder reduzieren sich stark.
Nachteil: Bei zu großer Fläche ist das Gewicht des Sticks relativ hoch. Deshalb sollten nur Buchstaben oder kleine Bereiche eines Motivs so gestickt werden.
Vorlagen: Ein gutes JPG reicht normalerweise aus.


Siebdruck
Beschreibung: Beim Siebdruck wird das Druckmotiv in seine Farben zerlegt (Farbseparation), die dann einzeln auf Filme belichtet werden. Anschließend wird zum Bedrucken für jeden Film je ein Sieb hergestellt. (Drucknebenkosten Film- und Siebkosten). Dieses Sieb wird schließlich in die Siebdruckmaschine eingespannt. Die Farbe wird dann durch das Sieb auf die T-Shirt oder andere Textilien gedruckt. Am Ende entsteht der fertige Textildruck aus allen Farben des Motivs. Die hohe Deckkraft bei Siebdruck wird beim Bedrucken durch einen weißen Unterdruck erreicht. Deshalb erhöhen sich bei farbigen T-Shirts auch die Nebenkosten. Die Siebe können anders als die Filme nach dem Gebrauch nicht mehr verwendet werden. Dadurch können jedoch die Hälfte der Nebenkosten bei Folgeaufträgen eingespart werden. Bei der Farbdarstellung ist fast alles machbar, auch Farbverläufe können so beim Siebdruck umgesetzt werden. Die neusten Siebdruckmaschinen drucken mit bis zu 10 Farben und können dadurch auch Fotos und Farbübergänge im Siebdruck drucken. Bei komplexen Motiven mit Farbübergängen kann festgehalten werden, dass die Farbseparation entscheidend für die Qualität ist, denn hier wird festgelegt wie welche Farbe zum Einsatz kommt. An dieser Stelle ist also das Können des Grafikers gefragt.
Vorteil: Bei Siebdruck gibt es keine Beschränkungen bei den Motiven. Lange Haltbarkeit.
Nachteil: Bei Siebdruck sind die Nebenkosten bei vielen Farben im Motiv relativ hoch. Eine absolut genaue fotorealistische Darstellung ist im Siebdruck durch das Zerlegen der Farben nicht möglich.
Vorlagen: Vektorformate wenn möglich in EPS, mindestens 300 dpi.

Flockdruck
Beschreibung: Beim samtartigen Flockdruck, kann mit einer Folie aus Flock gearbeitet werden , die zunächst in Form des Motivs ausgeplottet wird und dann im Transferdruck in einer Presse aufgebracht wird. Alternativ zur zum Flockdruck mit Flockfolie kann zum Bedrucken von Textilien auch eine Siebdruckmaschine verwendet werden, wobei die Flockbestandteile auf eine klebende Stelle in Form des Druckmotivs aufgeblasen werden. Dabei wird der typsiche Flockeffekt durch ein Anode-Kathode Prinzip erreicht. Die Flockfasern werden in eine Kammer aus Kunststoff geblasen. Eine Anode aus Metall bewirkt zusammen mit dem Klebstoff, der als Anode verwendet wird, dass die Flockfasern senkrecht im Klebstoff stecken bleiben und so ein Flockdruck entsteht. Bei Flockdruck gibt es keine Farbübergänge oder Schattierungen. Es sind nur volle Farbtöne nach Auswahl aus den Lagerfarben erhältlich. Beim Plotterflock sind mehrfarbige Druckmotive möglich, wenn die einzelnen Teile des Motivs leicht trennbar sind, z.B. Buchstaben. Inwiefern das Motiv jedoch wirklich für diesen Druck geeignet ist, muss von Fall zu Fall technisch geprüft werden.
Vorteil: Geringe Nebenkosten und weiches Erscheinungsbild
Nachteil: Empfindlich bei Verwendung von Weichspülern, keine feinen Konturen unter 1,5 mm oder eng angrenzende Farbflächen sind hier umsetzbar.
Notwendige Vorlagen: Vektorisierte Daten, wenn möglich in EPS

Flexdruck
Beschreibung: Ähnlich dem Flockdruck. Hier wird eine Folie in gummiartigem Flex-Material geplottet und dann im Transferverfahren mit einer Presse aufgebracht. Flex ist gummiartig und glatt.
Farbdarstellung: Keine Farbübergänge oder Schattierungen, nur volle Farbtöne nach Auswahl aus den Lagerfarben. Lange Haltbarkeit der Farben. Mehrfarbig möglich bei Motiven, die einzelne Teile des Motivs leicht trennbar machen, z.B. Buchstaben.
Vorteil: Geringe Nebenkosten und klares Erscheinungsbild.
Nachteil: Empfindlich bei Verwendung von Weichspülern, keine feinen Konturen unter 1,5 mm oder eng angrenzende Farbflächen.
Notwendige Vorlagen: Vektorisierte Daten, wenn möglich in EPS.
 
Plastisoltransfer
Der Plastisoltransfer ist eine Siebdruckart, bei der die Farben auf ein Trägermaterial
gedruckt werden, das mit einer Transferpresse durch Hitze und Druck auf das Textil
übertragen wird. Der Plastisoltransfer kann auf Baumwoll- und Baumwollmischgeweben sowie auf anderen Naturfasern übertragen werden. Durch die hohe Deckkraft ist der Transfer hervorragend für dunkle Untergründe geeignet. Der Plastisoltransfer zeichnet sich durch die weiche, gummierte, dehnbare und strapazierfähige Oberfläche aus.

Sublimationsdruck
Was? Funktionstextilien, Textilien aus Polyester. Wimpel, Mousepads, Tassen, Puzzle, Aluminiumflaschen
und alle polyesterbeschichtete Artikel.
Farben: 4C Euroskala (Digitaldruck)
Ihre Vorteile: Robuste Veredelung in optimaler Fotoqualität. Rasterlose Wiedergabe von Halbtonvorlagen. Druckvorlage bequem per email senden. Keine Lithos, Druckformen und Druckvorkosten. Kratz- und Witterungsbeständig. Spülmaschinen geeignet.
Ihre Daten: Ihr Motiv bei 1:1 Größe mit 300dpi (oder Vektoren)
 
Transferdruck
Was? Textilien, Baumwolle, Mischgewebe, Nylon z.B. T-Shirts, Rucksäcke.
Farben: Unbegrenzte Farbanzahl
Motiv: Raster- und Strichmotive
Rasterweite: 24 dots/cm
Vorteile: Hohe Deckkraft auf dunklem Material, zeitversetztes Aufbügeln möglich.
Zu Beachten: Je nach Motiv kann es vorkommen dass eine Weißunterlegung oder eine transparente Kleberunterlegung benötigt wird. Es entstehen auch Kosten für das Aufbügeln der Transfers.

Offsettransfer
Offsettransfer ist eine Reproduktion von Fotos, bei der feinste Farbverläufe möglich sind.
Wie der Name schon sagt, werden die Farben mit Offsetdruckmaschine vorgedruckt und
anschließend erfolgt im Siebdruck der "Kleberauftrag" (weiß), welcher die Farben mit dem
Textil verbindet. Das Offsettransfer ist in allen Ausführungen nur bis max. 60°C
waschbeständig, nicht chemisch reinigungsbeständig und nicht überbügelbar.
Auflage ab 50 Bögen.